Aktuelles

18. Januar 2013

 Neues Jahresprogramm ist erschienen

Inklusion muss selbstverständlich sein, Inklusion muss überall passieren: Unter diesen Leitsätzen steht das neue, umfangreiche Jahresprogramm für Menschen mit und ohne Handicaps, das die Aktion Menschenstadt, das Behindertenreferat der Evangelischen Kirche in Essen, jetzt vorgelegt hat. Dafür, dass auch das neue Programmheft überwiegend in einer verständlichen Sprache verfasst wurde, sorgt bei der Aktion Menschenstadt ein eigenes Redaktionsteam: Anja Dowidat, Ulli Brien und Jonas Herrmann haben alle Texte geprüft und alle Angebote in „leichter Sprache“ mit einem besonderen Symbol versehen.

Afrikanisches Trommeln und Theaterproben, Kunstwerkstatt und Tanzworkshops, Yoga und Nähkurse: Kaum ein Freizeitbereich bleibt ausgespart. Mehrere Kirchengemeinden bieten regelmäßige inklusive Treffs und Freizeitclubs an, es gibt Gottesdienste für alle und einen integrativen Konfirmandenunterricht. Einmal im Monat bietet ein Anwalt im Haus der Evangelischen Kirche eine kostenlose Sprechstunde zu den Leistungen der Sozialhilfe und der Pflegeversicherung für Menschen mit Handicaps an. Weitere Themen sind das selbstbestimmte Wohnen und die wohnortnahe Integration von Kindern mit Behinderung in Kindertageseinrichtungen und Schulen. Ein eigener Abschnitt widmet sich schließlich den vielen Möglichkeiten, als Integrationshelfer oder Betreuer von Ferienfreizeiten bei der Aktion Menschenstadt mitzuarbeiten. Apropos Ferien: Mit 36 Urlaubsfreizeiten enthält das neue Heft sechs Angebote mehr als im letzten Jahr. Erneut sind beliebte Urlaubsorte im In- und Ausland das Ziel – sie liegen etwa an der Nord- und an der Ostsee, im Münsterland und im Schwarzwald, aber auch in Portugal, Spanien und Südtirol. Eine Städtefahrt führt im Spätsommer nach Paris; Ende August wird eine inklusive Segelfreizeit für Jugendliche angeboten. 19 Fahrten – fünf mehr als 2012 – eignen sich für Rollstuhlfahrer.

„Das gemeinsame Leben und Erleben kennzeichnet alle unsere Angebote“, erklären die Organisatoren von der Aktion Menschenstadt. „Doch noch immer gibt es viel zu tun, damit Inklusion – die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung – überall im Alltag stattfindet: Abbau von Diskriminierungen, fairer Lohn und faire Arbeit, mehr Gehör finden in Politik und Kultur bis hin zu einem freundlichen  und partnerschaftlichen Umgang miteinander, ob im Geschäft oder beim Arzt, in der Schule oder in der Nachbarschaft. Es gibt schon viele positive Beispiele, auf denen aufgebaut werden kann. Wir werden uns auch in diesem Jahr dafür einsetzen, dass das Klima der Geborgenheit, des Vertrauens und der Solidarität, auf das Menschen mit Handicaps besonders angewiesen sind, weiter wächst.“ Das neue Programmheft ist deshalb auch eine gute Möglichkeit, sich über die Arbeitsformen und Ziele der Aktion Menschenstadt zu informieren. Die Broschüre umfasst diesmal 74 Seiten und ist im Haus der Evangelischen Kirche, III. Hagen 39, sowie in fast allen Kirchengemeinden erhältlich. Telefonische Auskünfte werden unter der Rufnummer 22 05-124 erteilt – und natürlich steht das komplette Jahresheft als PDF-Datei zum Anschauen und Herunterladen auf diesen Seiten  zur Verfügung.

PDF mit dem Jahresprogramm öffnen (2 MB)

19. Dezember 2012

 Begleiterinnen und Begleiter für Ferienfreizeiten gesucht

Für die Begleitung von Ferienfreizeiten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderungen sowie inklusive Angebote sucht die Aktion Menschenstadt des Kirchenkreises noch mehrere Ehrenamtliche. Die Reisen finden meistens in den Sommerferien statt und dauern 14 Tage. Interessierte sollten mindestens 18 Jahre alt sein; weitere Voraussetzungen sind Offenheit für neue Erfahrungen und Spaß an der Arbeit mit Menschen. Zur Vorbereitung gibt es Wochenendseminare sowie Treffen vor Ort. Kosten entstehen den Mitarbeitenden keine; es wird eine Aufwandsentschädigung gezahlt und eine Bescheinigung über das ehrenamtliche Engagement gibt es natürlich auch. Es besteht die Möglichkeit, Sonderurlaub zu beantragen. Infos & Kontakt unter Telefon 0201 / 22 05-121; E-Mail eva.meissner@evkirche-essen.de.

9. November 2012

 Kirchenkreis informiert über geplante Zukunftsschule

Der aktuelle Stand der Planung einer Evangelischen Inklusiven Zukunftsschule für die Sekundarstufen I und II steht im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung, zu der der Kirchenkreis Essen alle Anwohner und Bürger aus Rellinghausen, Vertreter der Institutionen und Einrichtungen im Stadtbezirk II und weitere Interessierte am Freitag, 23. November, von 17 bis 19 Uhr in die Aula der Gesamtschule Süd, Frankenstraße 200, einlädt. Wie berichtet, möchte der Kirchenkreis in den Gebäuden der „auslaufenden“ Gesamtschule Süd ab dem Schuljahr 2014/2015 nach und nach eine weiterführende Schule aufbauen, die sich der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung besonders verpflichtet fühlt und in jeder Klasse den gemeinsamen Unterricht von Schülern mit und ohne Handicap vorsieht. Assessor Helmut Keus, Skriba Marion Greve und der Schulreferent des Kirchenkreises, Pfarrer Dietmar Klinke, werden das Projekt erläutern. Dr. Wolfgang Sykorra, früherer Gymnasialrektor aus Borbeck, moderiert die Aussprache im Plenum; Fragen zum pädagogischen Konzept beantwortet der Vorsitzende des didaktischen Ausschusses, Dirk Braun. Gäste sind willkommen; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Zukunftsschule im Internet: www.zukunftsschule-essen.de

10. Juni 2012

 Inklusives Tanztheater feiert am 30. Juni Premiere

Vor zwei Jahren gründeten Studierende der Folkwang Universität der Künste gemeinsam mit der Aktion Menschenstadt, dem Behindertenreferat der Evangelischen Kirche in Essen, das inklusive Tanztheaterprojekt El arte de la danza. Jetzt steht die erste öffentliche Aufführung an: „WIR-nosotros“ heißt das Programm, das Timo Gmeiner und William Sánchez H. mit dreizehn Tänzerinnen und Tänzern, darunter neun mit einer Beeinträchtigung, in vielen intensiven Proben erarbeitet haben und das am Samstag, 30. Juni, um 19.30 Uhr im Haus der Evangelischen Kirche, III. Hagen 39, seine Premiere feiert.

Der Titel des Stücks bezieht sich auf den gemeinsamen Schaffensprozess, den die Gruppe seit ihrer Gründung und im Speziellen in der Vorbereitung auf ihren Auftritt durchlaufen hat. Das Wort „WIR-nosotros“ drückt dabei das Zusammengehörigkeits- und Lebensgefühl der Gruppe aus, deren Mitglieder sich eben nicht nur inklusiv aus Menschen mit und ohne Behinderung, sondern vor allen Dingen auch multikulturell zusammensetzen: So tanzen in diesem Stück neben William aus Kolumbien auch Georgia aus Zypern, Lola aus Mexiko und Jonas aus Ghana. „Wegen dieser Vielfalt findet der kreative Prozess ganz bewusst vor allem auf einer nonverbalen Ebene statt“, erläutern Timo Gmeiner und William Sánchez H. ihre Arbeitsweise. „Im Tanz benötigt man keine Worte, da die Ausdruckssprache des Körpers ausreicht, um alle Barrieren – seien es sprachliche oder auch die Barrieren in den Köpfen – zu überwinden. Jeder Mensch kann tanzen, und jeder Mensch kann durch das Tanzen mit anderen Menschen in Kontakt treten und kommunizieren.“

Eintrittskarten zum Preis von 8 Euro, ermäßigt 6 Euro sind bei Oliver Hellmann von der Aktion Menschenstadt, Telefon 0201 / 22 05-188, erhältlich.

18. Juni 2011

 Kreissynode stimmt für geplante Zukunftsschule

Die Essener Kreissynode hat am Freitag einen positiven Grundsatzbeschluss zur geplanten Evangelischen Zukunftsschule gefasst. Nach einer intensiven Diskussion stimmten die Delegierten aus den Kirchengemeinden, Einrichtungen und Diensten des Kirchenkreises mit großer Mehrheit für das Vorhaben, in Essen eine weiterführende, inklusive Gesamtschule zu gründen. „Wir freuen uns, dass wir dem Ziel, die Bildungslandschaft in Essen durch ein profiliertes evangelisches Schulangebot aktiv und verantwortlich mit zu gestalten, heute einen entscheidenden Schritt näher gekommen sind“, erklärte Assessor Helmut Keus, der das Projekt gemeinsam mit dem Schulreferat des Kirchenkreises koordiniert. Bevor im Herbst der formelle Genehmigungsantrag an die Bezirksregierung auf den Weg gebracht werden kann, muss nun allerdings noch ein geeigneter Standort gesucht und ein detaillierter Finanzplan aufgestellt werden. Einen ausführlichen Bericht lesen Sie im Internet auf www.kirche-essen.de.

24. Mai 2011

 Inklusiver Unterricht - wie geht das?

„Inklusiver Unterricht – wie geht das?“ lautete das Thema einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Professor Hans Wocken, zu der die Aktion Menschenstadt und das Schulreferat des Kirchenkreises Essen gemeinsam mit drei weiteren Organisationen am 24. Mai in die Alfred-Krupp-Schule eingeladen hatten. Gemäß der auch in Deutschland rechtswirksamen UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen darf kein Kind wegen eines Handicaps aus dem allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen und zum Besuch einer Förderschule verpflichtet werden. Professor (em.) Hans Wocken ist Behindertenpädagoge und Integrationsforscher und gilt als einer der wichtigsten Autoren, die sich mit der Integration und nun der Inklusion behinderter Menschen beschäftigen. Die PowerPointPräsentation zu seinem Vortrag bieten wir Ihnen auf unserer Seite als PDF-Datei an:

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24. November 2010

 Aktion Menschenstadt erhält neue Leitung

Der größte Arbeitsbereich des Kirchenkreises Essen erhält eine neue Leitung: Im Rahmen eines ökumenischen Adventsgottesdienstes am Sonntag, 28. November, um 15 Uhr in der Marktkirche, Markt 2/Porschekanzel, werden Pfarrerin Christine Stoppig als neue Leiterin der Aktion Menschenstadt/Behindertenreferat der Evangelischen Kirche in Essen eingeführt und Annette Wilke als stellvertretende Referatsleiterin begrüßt. Gleichzeitig verabschiedet der Kirchenkreis den bisherigen Leiter, Dr. Georg Herrmann. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es die Gelegenheit zu Begegnung und Gesprächen im Haus der Evangelischen Kirche, III. Hagen 39.  

Gemeinsam werden Pfarrerin Christine Stoppig und Annette Wilke für rund 450 Mitarbeitende verantwortlich sein, die mehr als eintausend Menschen mit Handicaps durch Integrationshelferdienste in verschiedenen Lebensbereichen, durch Gruppenangebote oder Ferienfahrten begleiten und unterstützen. „Natürlich werden wir uns darum bemühen, die bewährte Arbeit zu erhalten und wenn möglich auch weiter auszubauen“, erklären Christine Stoppig und Annette Wilke. Das von den Vereinten Nationen beschlossene und seit 2009 auch in Deutschland gültige Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen habe deren Situation weiter gestärkt: „Es wäre schön, wenn inklusive Angebote für Menschen mit Handicaps in den Bereichen Wohnen und Arbeiten, Bildung und Freizeit überall in Essen selbstverständlich wären“, beschreiben Stoppig und Wilke ihre Vision. Eine aktuelle Herausforderung sehen sie insbesondere in der Arbeit für Familien mit Migrationshintergrund, in denen Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung aufwachsen. Außerdem wollen sie sich dafür einsetzen, dass Menschen mit Handicaps in Essen mehr Möglichkeiten als bisher finden, um ehrenamtlich tätig zu werden.  

Zu den Personen  

Pfarrerin Christine Stoppig wurde 1965 in Reutlingen geboren und hat Religionspädagogik, Gemeindediakonie und Evangelische Theologie studiert. Schon früh, während eines Diakonischen Jahres, und später durch mehrere Ferienjobs kam sie mit der Arbeit für Menschen mit geistigen Handicaps in Kontakt. Ihr Vikariat und den Probedienst absolvierte Christine Stoppig in der Evangelischen Kirchengemeinde Katernberg. Im Jahr 2003 wurde sie Pfarrerin für gemeindliche Behindertenarbeit des Kirchenkreises Essen; seit April 2006 hatte sie außerdem die stellvertretende Leitung der Aktion Menschenstadt/Behindertenreferat inne.  

Annette Wilke ist 44 Jahre alt, stammt aus Wuppertal und hat ihre Studien der Sozialarbeit und der Sozialwirtschaft an den Fachhochschulen in Köln bzw. Heidelberg jeweils mit Diplom abgeschlossen. Ihre beruflichen Erfahrungen sammelte sie insbesondere als Gruppenleiterin im Schwerbehindertenbereich der Bonner Werkstätten in Bornheim, als Organisatorin zahlreicher Workshops und Fachtagungen sowie als Projektleiterin in verschiedenen Beratungszentren.  

Dr. Georg Herrmann, der am 28. November in den Ruhestand verabschiedet wird, war 27 Jahre lang für die Aktion Menschenstadt/Behindertenreferat des Kirchenkreises tätig. Im August 2006 übernahm der Diplompädagoge und Sozialwissenschaftler die Leitung des Referates von Pastor Klaus von Lüpke, der diesen Arbeitsbereich einst gegründet und kontinuierlich ausgebaut hatte.  

Stichwort: Aktion Menschenstadt  

Die Aktion Menschenstadt/Behindertenreferat wurde vor über dreißig Jahren durch Pastor Klaus von Lüpke als neuer Arbeitsbereich der Evangelischen Kirche in Essen gegründet. Was damals als kleine Initiative aus der Freizeitarbeit der Evangelischen Jugend Essen heraus entstand, ist mittlerweile zum größten Arbeitsbereich des Kirchenkreises geworden: Neben die traditionellen Schwerpunkte der offenen gemeindlichen Treffpunkte und der Ferienfreizeiten für Menschen mit Handicaps sind im Laufe der Jahre verschiedenste Integrationshelferdienste und Entlastungsmöglichkeiten für Familien getreten; zuletzt wurden das Angebot der „Miniferien“ eingeführt und die integrative Kulturarbeit zu einem eigenen Aufgabenfeld ausgebaut. Mit dem „Essener Bürgerjahr“ initiierte Klaus von Lüpke zudem vor dreizehn Jahren eine originelle und sozialversicherungspflichtige Arbeitsform der Begleitung und Unterstützung von Menschen mit Behinderung.  

Heute betreut die Aktion Menschenstadt über eintausend Menschen mit Handicaps in den Bereichen Kindertageseinrichtung, Schule, Freizeitaktivitäten, Ferienfahrten und Kulturarbeit. Fast 450 Mitarbeitende sind in verschiedenen Beschäftigungsformen für das Behindertenreferat tätig: Im „Essener Bürgerjahr“, als Zivildienstleistende, im Freiwilligen Sozialen Jahr oder als Honorarkräfte. 18 Mitarbeitende kümmern sich im Haus der Evangelischen Kirche und im integrativen Jugendhaus „Buschhütte“ in Steele um die Entwicklung, Koordination und Verwaltung der verschiedenen Projekte und Dienstleistungen. Grundlegende Ziele der Aktion Menschenstadt sind die Stärkung und die Erweiterung der Selbstbestimmungsmöglichkeiten gehandicapter Menschen und ihrer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie die Schaffung von Voraussetzungen für eine gleichberechtigte „Begegnung auf Augenhöhe“.  

24. September 2010

 Aktion Menschenstadt startet inklusives Kulturprojekt in Essen-Steele

Mit Theater, einer Ausstellung und viel Percussion stellt die Aktion Menschenstadt, das Behindertenreferat der Evangelischen Kirche in Essen, am Donnerstag, 30. September, von 18 bis 20 Uhr allen Kulturinteressierten ihr neues Projekt „Halle 103“ vor: Schritt für Schritt soll sich die alte Lagerhalle einer ehemaligen Fabrik auf dem Industriegelände an der Dahlhauser Straße 103 in Essen-Steele in eine innovative und inklusive Plattform für Kultur, Kunst und Begegnung verwandeln.  

Schon sind die Zeichen der Veränderung deutlich sichtbar. Eine Küche und neue Sanitäranlagen haben Einzug gehalten; mithilfe von Vorhängen ist eine Probenbühne entstanden. Während in den Ecken und Nischen alte, verrostete Produktionsanlagen den Charme vergangener Zeiten versprühen, haben sich erste inklusive Kulturprojekte den leeren Raum in der früheren Lagerhalle längst angeeignet: Das Theater „PH-Neutral“ des integrativen Kinder- und Jugendhauses Buschhütte aus Steele probt schon seit einigen Wochen regelmäßig hier und auch das bereits zweifach prämierte Percussion-Projekt „Rendezvous des Tambours“ kann in dieser Umgebung seine volle Lautstärke entfalten, ohne dabei die Nachbarn zu stören. Natürlich wurde bei der Einrichtung ein besonderer Wert auf Barrierefreiheit gelegt: „Hier wollen wir Künstlern und Kulturinteressierten mit und ohne Behinderung einen Ort bieten, an dem sie neue Ideen entwickeln, die eigene Kreativität zu entdecken und neue Kulturprojekte umzusetzen können“, erklären Dr. Georg Herrmann und Pfarrerin Christine Stoppig von der „Aktion Menschenstadt“.

Außer dem Ensemble „PH-Neutral“, das drei kleine Ausschnitte aus seinem neuen Stück „Showroom Dummies“ präsentieren wird, und der Gruppe „Rendezvous des Tambours“ beteiligt sich am 30. September auch die  „Kleine Kunstwerkstatt“ mit einer Ausstellung am Programm. Für das leibliche Wohl sorgt ein Imbiss. Der Eintritt ist frei.

 JugendKulturPreis: Rendezvous des tambours ausgezeichnet

Das integrative Percussion-Projekt „Rendezvous des tambours“ der Aktion Menschenstadt der Evangelischen Kirche in Essen hat am Wochenende beim SEE YOU Jugendkulturpreisfestival NRW & RUHR.2010 in Dortmund (16. bis 19. September) den 3. Platz erzielt und freut sich über einen Förderpreis in Höhe von 1.000 Euro. Der Beitrag der Aktion Menschenstadt setzte sich gegen 153 größtenteils hochkarätige Konkurrenten durch: „Wir haben uns noch andere Projekte angeschaut, die qualitativ wirklich sehr, sehr gut waren, und uns von daher keine großen Chancen ausgerechnet“, berichtet Ensemble-Mitglied Oliver Hellmann. „Umso erstaunter und erfreuter waren wir, als die Jury uns als Preisträger genannt hat!“ Besser als „Rendezvous des Tambours“ waren nur noch zwei Tanzprojekte – daher kann sich die Gruppe auch über den allerdings inoffiziellen Titel „Bestes Musik-Ensemble“ freuen.

13. September 2010

 Wir in unserer Stadt: Experten redeten Klartext!

Unter der Schirmherrschaft von Essens Oberbürgermeister Reinhard Paß fand am 9. und 10. September die Fachtagung „Wir in unserer Stadt! Leben mit Handicap – ohne Einschränkung!?“ statt. Die Veranstaltung in den barrierefreien Räumlichkeiten der Volkshochschule Essen stieß auf eine erfreulich positive Resonanz: 76 Menschen mit Handicap hatten sich als aktive Tagungsteilnehmer angemeldet; ihnen zur Seite standen weitere 44 Assistenten – so konnte man gemeinsam über das Thema Zukunft nachdenken, Ideen sammeln und miteinander ins Gespräch kommen.  

 In zehn unterschiedlichen Arbeitsgruppen, die vom Thema „Liebe und Sexualität“ bis hin zum Thema „Essen im Dritten Reich“ viele inhaltliche Wünsche abdeckten, konkretisierten die Teilnehmer bestehende Defizite und benannten ihre Wünsche. Im Rahmen der abschließenden Plenumsveranstaltung, zu der auch Vertreter der Fachöffentlichkeit geladen waren, präsentierten die Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse. Daraus resultierten einige spannende Projektideen – wie z.B. eine offensivere Beteiligung von Menschen mit Handicap an ehrenamtlichen Aufgaben. Diese Tagung, die in dieser Form nun bereits zum dritten Mal stattfand, ist sowohl aus Sicht der Teilnehmer als auch aus Sicht der Organisatoren als voller Erfolg zu verbuchen. Aus diesem Grunde wurde bereits beschlossen, auch in zwei Jahren wieder in dieser fruchtbaren Form Menschen mit Handicap als Experten in eigener Sache das Wort zu erteilen.

„Wir in unserer Stadt“ wurde von der Aktion Menschenstadt/Behindertenreferat der Evangelischen in Essen, dem Diakoniewerk Essen sowie der Volkshochschule Essen veranstaltet; als weitere Kooperationspartner konnten das Integrationsmodell Essen, die Heimstatt Engelbert, die Diakonie Hephata sowie das AWO-Beratungszentrum „Lore-Agnes-Haus“gewonnen werden. Finanzielle Unterstützung gab es von der Aktion Mensch und der Kämpgen-Stiftung.

 Begleiterinnen und Begleiter für Ferienfreizeiten gesucht

In jedem Jahr veranstaltet die Aktion Menschenstadt, das Behindertenreferat der Evangelischen Kirche in Essen, in den Sommerferien viele Reisen für Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen mit Behinderungen bzw. integrative Freizeiten. Dafür werden immer ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht. Wer sich für diese Aufgabe interessiert, sollte etwa zwischen 16 und 65 Jahren alt sein, die Bereitschaft zur Teamarbeit, Kontaktfreudigkeit und Offenheit mitbringen und keine Scheu vor pflegerischen Tätigkeiten haben, heißt es dazu. Gestellt werden ein Vor- und Nachbereitungsseminar, natürlich entstehen den Begleitern keine Kosten für die Teilnahme an der Freizeit und eine geringe Aufwandsentschädigung wird auch gezahlt. Für Studierende ist auf Nachfrage auch eine Anerkennung als Praktikum möglich. Interessierte melden sich bei Eva Drolshagen, Telefon 22 05-121, E-Mail
eva.drolshagen@evkirche-essen.de.

30. Juni 2010

 Geplante Zukunftsschule: Initiativkreis gegründet

Die Evangelische Kirche in Essen hat einen Initiativkreis eingerichtet, der die Gründung einer „Evangelischen Inklusiven Zukunftsschule“ unterstützen soll. Helmut Keus, Assessor des Kirchenkreises, bezeichnete das neue Gremium als wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer modellhaften Schule, in der Schüler mit und ohne Handicap entsprechend der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung gemeinsam mit- und voneinander lernen sollen. Die aktuellen Pläne zum Umbau des Schulwesens in Nordrhein-Westfalen hätten die Verantwortlichen noch einmal in ihrem Vorhaben bestärkt. Zahlreiche Fachvertreter aus den Bereichen Bildung und Erziehung, aus der Elternschaft, aus Kirchengemeinden und der Kreissynode, aus der Wirtschaft und der Bezirksregierung waren zum Gründungstreffen ins Haus der Evangelischen Kirche am Salzmarkt gekommen; über dreißig von ihnen sind dem neuen Initiativkreis mittlerweile beigetreten. Zu Beginn des Treffens hatte Helmut Keus den Weg zur Schulgründung skizziert: Derzeit wird der konkrete Bedarf anhand einer repräsentativen Umfrage ermittelt. Nach Zustimmung der Kreissynode im Mai 2011 und der anschließenden Genehmigung durch die Bezirksregierung könnte der Unterricht frühestens zum Schuljahr 2012/2013 beginnen.    

Den Plan zur Gründung einer „Evangelischen Inklusiven Zukunftsschule“ hatte der Kirchenkreis Essen erstmals im Februar 2009 öffentlich gemacht; seitdem sorgt das Vorhaben nicht nur in Fachkreisen und in der Politik für Aufsehen. Der Initiativkreis freut sich über weitere Mitglieder; er steht allen Menschen unabhängig ihrer Religionszugehörigkeit oder Konfession offen. Ein Mitgliedsbeitrag wird nicht erhoben. Informationen sind im Schulreferat des Kirchenkreises, Telefon 0201 / 22 05-240, erhältlich.

Neues Angebot seit Oktober 2009

 Aktion Menschenstadt bietet "Miniferien" an

„Miniferien“ heißt ein neues Angebot, das die „Aktion Menschenstadt“, das Behindertenreferat der Evangelischen Kirche in Essen, gestartet hat: Menschen mit Behinderung soll die Gelegenheit geboten werden, in einer Ferienwohnung in Altenessen ein begleitetes Kurzurlaubswochenende zu verbringen. Die Nachfrage ist hoch: Lange vor dem offiziellen Beginn am 30. Oktober waren fast alle Wochenenden bis zum Jahresende ausgebucht.  

Die Wohnung ist zentral gelegen und wurde neu eingerichtet. Der Kurzurlaub beginnt jeweils am Freitag um 16 Uhr und endet am Sonntag zur selben Zeit. An jedem Wochenende gibt es Platz für vier „Miniurlauber“, die von Mitarbeitenden der Aktion Menschenstadt rund um die Uhr betreut werden. Außer der Übernachtung soll insbesondere Kindern und jungen Erwachsenen die Möglichkeit geboten werden, ihre Freizeit drei Tage lang unabhängig von ihren Familien zu gestalten. „Es gibt Gelegenheit Neues kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und je nach Interessenlage ins Kino, ins Schwimmbad oder in die Disco zu gehen. Aber auch ein Stadtbummel oder das Spielen von Gesellschaftsspielen können verabredet werden“, erklärt Christina Heldt von der Aktion Menschenstadt, die das Miniferienprogramm leitet. Alle Freizeitaktivitäten werden durch erfahrene Mitarbeitende des Behindertenreferates begleitet. „Die Familien der Urlauber können das Wochenende für ihre eigenen Interessen nutzen“, erläutert Heldt weiter.  

Die Kosten für ein Ferienwochenende inklusive der Verpflegung, der Übernachtung im Doppelzimmer und der Ausflüge betragen 225 Euro. Es besteht die Möglichkeit, die Kosten über die Betreuungs- bzw. Verhinderungspflege abzurechnen. Kontakt, Information: Aktion Menschenstadt im Haus der Evangelischen Kirche, Telefon 22 05-189, montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr.

Mai 2009

  Aufsatz von Klaus von Lüpke

In seinem Aufsatz „Unser Zivi – unser Bürger“ hat Pfarrer Klaus von Lüpke erneut auf die Notwendigkeit hingewiesen, eine neue Form des Bürgerdienstes zu entwickeln und zu fördern. Der Initiator des „Essener Bürgerjahrs“ und langjährige Leiter der „Aktion Menschenstadt“ der Evangelischen Kirche in Essen beschreibt in seinem Text, warum das Bürgerjahr nicht nur arbeitspolitisch, sondern auch und vor allem sozialpolitisch sinnvoll ist. Arbeitspolitisch gehe es darum, eine Alternative zur Arbeitslosigkeit und damit auch eine Alternative zu den Hartz IV–Arbeitsgelegenheiten, zu Minijobs und zur Niedriglohnarbeit zu schaffen, erläutert von Lüpke. In sozialpolitischer Hinsicht diene das Bürgerjahr der lebendigen Verbindung und Vernetzung von Profis und ehrenamtlich Tätigen sowie der einzelnen sozialen Aufgabenbereiche mit der gesamten Gesellschaft. Darüber hinaus biete das Bürgerjahr dank der damit verbundenen finanziellen Absicherung eine Chance, menschliche und soziale Ressourcen und Potenziale besser auszuschöpfen. Keineswegs dürfe das Bürgerjahr darzu missbraucht werden, um Missstände wie den knappen Personalschlüssel in vielen Pflegeeinrichtungen zu kaschieren, betonte von Lüpke. Um diese Form der „hauptberuflichen Freiwilligenarbeit“ dauerhaft zu installieren, sei ein zusätzliches, öffentlich finanziertes Förderprogramm nötig: „Die Aufwendungen dafür würden nur vordergründig als Belastung wirken. Aufs Ganze der Volkswirtschaft bezogen würden sie sich auszahlen und im Hinblick auf das Gemeinwohl Gewinn bringen“, so von Lüpke.
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Klaus von Lüpke, Unser Zivi – unser Bürger

Vieles spricht für die Entwicklung eines neuen Bürgerdienstes
Das Bürgerjahr: ein Vorschlag, über den man reden sollte.

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Februar 2009

  Evangelische Kirche in Essen plant
"inklusive Zukunftsschule"

Die Evangelische Kirche in Essen prüft die Errichtung einer „evangelischen inklusiven Zukunftsschule“ für die Sekundarstufen I und II und hat eine Arbeitsgruppe mit der Entwicklung eines entsprechenden Schulkonzeptes beauftragt. Nachdem das Vorhaben innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland auf großes Interesse stieß und erste Gespräche mit dem Dezernat für Jugend, Bildung und Soziales der Stadt Essen positiv verlaufen sind, nimmt der Plan nun konkrete Züge an. Spätestens im Sommer soll feststehen, ob das Projekt realisiert werden kann. Ein möglicher Standort steht derzeit noch nicht fest. Frühestens starten könnte die Zukunftsschule mit dem 5. Schuljahrgang ab Schuljahr 2010/2011.

Die Gründung einer evangelischen inklusiven Zukunftsschule knüpft an jene „15 Bildungsthesen“ an, die die damals noch drei Essener Kirchenkreise am 8. November 2003 auf einer gemeinsamen Kreissynode beschlossen haben. Auf der Grundlage des evangelischen Menschenbildes will der Kirchenkreis eine Schule schaffen, die „ein gemeinsames Lernen in Verschiedenheit ermöglicht, die besonderen Stärken der Schülerinnen und Schüler individuell fördert, vorbildliche reformpädagogische Ansätze aufgreift, zu mehr Bildungsgerechtigkeit beiträgt und letztlich auch die Verständigung unter den Kulturen und Religionen unterstützt“, erklärt der Arbeitskreis, in dem das Schulreferat und die „Aktion Menschenstadt“ des Kirchenkreises sowie weitere Fachleute und Lehrer vertreten sind.

Ziel sei die Errichtung einer privaten Ersatzschule in kirchlicher Trägerschaft für Mädchen und Jungen der Sekundarstufen I und II – als gebundene, mindestens dreizügige Ganztagsschule, integrativ und inklusiv in allen Klassen und allen Jahrgängen und anschlussfähig für Grundschulen, die den Gemeinsamen Unterricht für Schüler „mit besonderem Förderbedarf“ praktizieren – hier stehen der derzeitigen Nachfrage derzeit nur sehr unzureichende Angebote gegenüber. Die Schule soll zudem einen musisch–künstlerischen Schwerpunkt aufweisen; Religion und Philosophie sollen Pflichtfächer werden.

Mehr Infos dazu finden Sie auf www.kirche-essen.de.

  

Meldungen 2008


 16.11.08 | „Wir in der Stadt! – Möglichkeiten und Grenzen von Teilhabe in Essen“

So lautete die Überschrift für den MitarbeiterInnentag '08 der Aktion Menschenstadt am 16. November. Viele waren gekommen: Viele derjenigen, die ehrenamtlich, hauptamtlich, als Honorarkraft oder im FSJ, im Praktikum, Zivildienst oder Bürgerjahr im Behindertenreferat mitarbeiten und Menschen mit Behinderungen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen partnerschaftlich begleiten, die tätig sind – oder waren – in Ferienfreizeiten, beim FID, in Freizeitgruppen, im Regenbogenhaus, in Kindergarten, Schule, bei Gottesdiensten, in der Konfirmandenarbeit und vielem mehr.  

Mittlerweile steht uns der Hauptvortrag von Doris Rüter zur Verfügung: Ihr findet ihn als hier als PDF–Datei: Vortrag Doris Rüter (ca. 3,5 MB)

  

04.11.08 | Neues Expertenpapier zur Integration von jungen Menschen mit Autismus

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat ein Expertenpapier zur Förderung insbesondere der schulischen Integration von Kindern und Jugendlichen mit Autismus herausgegeben. Zu den vier Institutionen, die an der Erstellung der 26-seitigen Arbeitshilfe mitgewirkt haben, gehört neben der Bezirksregierung Köln, dem Autismus Landesverband NRW e.V. und dem LVR auch die Aktion Menschenstadt, das Behindertenreferat der Evangelischen Kirche in Essen.
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 29.–31.08.08 | 30 Jahre FID war ein Grund zum Feiern!

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat ein Expertenpapier zur Förderung insbesondere der schulischen Integration von Kindern und Jugendlichen mit Autismus herausgegeben. Zu den vier Institutionen, die an der Erstellung der 26seitigen Arbeitshilfe mitgewirkt haben, gehört neben der Bezirksregierung Köln, dem Autismus Landesverband NRW e.V. und dem LVR auch die Aktion Menschenstadt, das Behindertenreferat der Evangelischen Kirche in Essen.
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Ehrenamtspreis der Landeskirche für Gottesdienstgruppe

Die integrative Gottesdienstgruppe der Evangelischen Kirche in Essen ist mit dem erstmals vergebenen Ehrenamtspreis der Evangelischen Kirche im Rheinland ausgezeichnet worden. Die Gottesdienstgruppe, die es bereits seit vielen Jahren gibt, ist ein Angebot der „Aktion Menschenstadt“, wie sich das Behindertenreferat des Stadtkirchenverbandes selbst gern bezeichnet. Sie besteht aus insgesamt 30 evangelischen und katholischen Christinnen und Christen mit und ohne Behinderung, die regelmäßig ehrenamtlich Gottesdienste gestalten.
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Evangelische Kirche in Essen gibt Stadtführer mit Freizeit- und Kulturttipps von und für behinderte Menschen heraus

Mitarbeitertag 2005Im Rahmen eines Modellprojektes der „Aktion Menschenstadt“, des Behindertenreferates der Evangelischen Kirche in Essen, hat eine Gruppe von dreißig Menschen mit einer geistigen Behinderung zweieinhalb Jahre lang über 50 Kultur- und Freizeitstätten in Essen und Umgebung besucht und kritisch begutachtet. Ihre dabei gesammelten Erfahrungen haben sie in einen 114-seitigen Stadtführer mit dem Titel „Runter vom Sofa! Rein in die Stadt! Freizeittipps für junge Leute mit und ohne Behinderungen“ veröffentlich, der am 29. November 2007 im Essener „Unperfekthaus“ der vorgestellt wurde. Die Stiftung Wohlfahrtspflege hat das Modellprojekt mit insgesamt 65.000 Euro gefördert.
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